Ich hoffe, unser erdgeschichtliches Theater hat Ihnen gefallen!
Wir wollen Sie zum Innehalten und Nachdenken anregen. Erinnern Sie sich an den Vergleich von vorhin in der Zeitschleuse: Wäre die gesamte Erdgeschichte ein Jahr, dann entsprächen die letzten 150 Jahre einer Sekunde.
In dieser „erdgeschichtlichen Sekunde“ hat sich der Mensch die Natur untertan gemacht. Die globalen Auswirkungen davon sind so massiv, dass Geologen es für angebracht halten, diese vergleichsweise kurze Zeitspanne als eigene erdgeschichtliche Epoche zu benennen. „Anthropozän“ soll sie heißen, also die vom Menschen gemachte Erdgeschichte.
Keine Frage: Der Mensch ist heute eine geologische Kraft – und er ist auf dem besten Weg, seine Lebensgrundlagen zu zerstören. Hier klingt das Gedicht von vorhin nach: „Wer die Menschen reden hört / weiß / es werden nur Steine bleiben“.
Die drei Monitore vor Ihnen veranschaulichen unseren Umgang mit „Mutter Erde“. Sie erfahren, welche Schätze über die Jahrhunderte hier im Bayerischen Wald aus der Erde geholt wurden.
Der Ausbeutung zum Trotz entstanden gerade in Steinbrüchen aber auch sogenannte „Oasen im Fels“: besondere Lebensräume, die überraschend viele Tier- und Pflanzenarten beherbergen.
Damit sind wir endgültig bei unserem Kernthema, dem Granit, gelandet. Sie brauchen sich nur umzudrehen.